Und weil am 27. März 2012 in Berlin die Bäume immer noch nicht blühen wollten und Berlinchen sich nunmal für den Nabel der Welt hält,
und weil das Gefühl der Wirlichkeit immer voran geht, begab es sich daß die Biene Maya, oder war es doch das Volk der Imker recht behielt und die Welt vom Nabel aus, von innen heraus, verdürrte und sie am Ende doch in ihrer gänzliche Lebensfülle starb.
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Alles was ich mich dabei frage:
Ist der
URHEBER(R)-ECHT ?
(alle Rechte auf diesen Ausdruck in dieser Schreibweise gehören dem Künstler und seiner Verwertungsgesellschaft)
Die Kommentarspalte darf gerne als Stoffsammlung verstanden werden.
ist einfach.
Und weil mich so viele mit der Frage nach dem Wieso löchern, hier glasklar und unmissverständlich die Antwort.
Ich hatte diverse Meinungsverschiedenheiten mit meinem alten Label. Von jetzt aus betrachtet denke ich, hätte man auch Einigungen finden können. Es gab und gibt bis heute nämlich mehr Übereinstimmungen als Differenzen. Aber ich hatte schlussendlich die Nase voll von einem Konflikt der ähnlich der Trennung eines Liebspares, sich mehr um sich selber drehte als um die eigentlichen Gründe dafür. Und nach der vernünftig, freundschaftlichen Trennung von Audiolith fragte ich zunächst andere Lables ob sie Lust hätten mit mir zu arbeiten. Es gabt zwischen 2000 und 2009 auch Plemo-Veröffentlichungen auf anderen Labels. Dennoch war die Antwort bei fast allen angefragten Labels und Agenturen ziemlich ähnlich. Zusammenfassend kann man das in etwa so ausdrücken.
„Für eine Zusammenarbeit mit Plemo konnten wir uns nicht entscheiden. Dein Sound ist zu sehr dieser „Audiolith“-Style. Und wir haben da Angst man könnte uns Trittbrettfahren, auf die Schiene aufspringen vorwerfen.“ Ein weiterer genannter Grund war schlicht „Gewissenkonflikt“.
Ich fand das grotesk da ich ja diesen speziellen Sound zumindest zu Teilen auch mit geprägt habe.
Als Musiker und auch als Audio Engineer. Manche wissen daß ich für viele Audiolith und andere Acts in Sachen Sound gerade in den Anfängen ein steter Ansprechpartner gewesen bin. Viele der Releases sind in Meinem Phonraum in Hamburg produziert oder gemischt/gemastert worden. Daß ich mir damit nun im Grunde selber den weitern Weg verbaut zu haben schien ist natürlich einfach nur echt bescheuert.
Da kann auch niemand etwas dafür. Weder Audiolith, noch deren Acts noch ich.
Aber es blieb mir also im Grunde auch nichts anderes übrig als zu sagen:
„Hey, ich mach das dann eben alles selbst“. Ich war ja auch wütend und es war dann auch viel Trotz und Protest dabei. Und um das auszudrücken schlug Johnny Kasalla, der als erster mit dabei war, benannt nach ’nem alten Plemo Song „Randale Records“ vor. Da es das aber schon gibt kamen wir auf UAE! No Records.
UAE weil der Song Randale U-A-E-! heißt, und No Records weil wir eigentlich keine Platten machen wollten.
That Simple ![]()
Peace!
Plemo – Fahrradfahren EP (2001)
Diesmal sogar mit crappy Sabbelvideo
Fahrradfahren EP – 2001 [Cobretti] by plemo
Liner Notes 002 – Plemo „fahrradfahren“ from plemo on Vimeo.
Dieses Wunderbare Teil ist das erste wirklich Plemo Release. Es war eines der ersten Releases bei dem gerade neu entstanden Label Cobretti. Es handelt sich auch hierbei wieder um eine Handmade CD. Es gab sie in verschiedenen Ausführungen. Die schönste, siehe Foto, war eine Mini CD im selbstgebastelten Pappschuberchen. Sehr niedlich. Niedlich ist überhaupt das Stichwort zur Geburt des Namens Plemo. Niedlich und vor allem simpel. Musik die so klingen soll daß kleine Plastikfiguren (Playmobil) bock bekämen dazu zu tanzen. Und das mit der starken Eingeschränktheit ihrer Bewegungsmöglichkeiten. Beine die nur zusammen nach vorn bewegt werden können. Den Satz erfand ich zum Begriff Pemo. Plemo -> Playmobil -> Die Sache ist klar, denk ich. Da ich um 2000 sehr viel mit Rock Musik und wirklich qualitativ hochwertigen Produktionen zu ackern hatte brauchte ich da einen Ausgleich. Etwas das einfach mal nicht zwingend super sein Musste. Die Vocals durften scheiße klingen und die Musik auch. Einfach nur hinsetzen und Musik machen. Genau so sah ich das für Live. Einfach die Konventionen verdrehen. Gesang über einen Gitarrenverstärker und den Synthie direkt in die PA. Das billigste mikrofon nehmen das man finden kann und dann versuchen das beste draus zu machen. Im Prinzip eigentlich guten Trash herstellen. Die Vocals zu der Songs entstammen immer aus dem Moment heraus in dem sie eingesungen sind. Wieso heißt Nizpipp Nitzpipp? man weiß es nicht. Später zum Video erfanden wir eine Bedeutung dafür. Butterbrot ist klar. Das ist was wichtiges. Was sehr wesentliches im Leben. Und genauso wesentlich fand ich eben auch Die Einfachheit der Musik. Mit Fahrradfahren ist es ähnlich. Ein Fharrad ist in seiner Grundform so herrlich schlicht und Formschön. Perfekt. Und was man damit alles machen kann. Rumfahren. Wind in die Fresse und Landschaften aufs Auge. oder nur schnell mal eben Brot holen. Man merkt schon, es stand hinter Plemo fast mal so etwas wie ein künstlerisches Konzept. Achtung vorsicht Wahnsinn: Die Komplexität der Einfachheit der Dinge in Verbindung mit ausschmückender Makulatur die die Schlichtheit umgarnt. Was sich aus diesem Konzept dann entwickelte wird im Verlauf dieser Serie deutlich werden.
Und weil ich heute schreibfaul bin gibts oben im Video auch noch gesabbel.