Archiv der Kategorie 'Liner Notes'

LINER NOTES – 004 – Plemo „Yeah“

Plemo – Yeah (2002)

YEAH by plemo

I laber you voll:

Liner Notes 004 – Plemo „Yeah“ from plemo on Vimeo.

LINER NOTES – 003 – Plemo „Fahrradfahren“

Plemo – Fahrradfahren EP (2001)

Diesmal sogar mit crappy Sabbelvideo

Fahrradfahren EP – 2001 [Cobretti] by plemo

Liner Notes 002 – Plemo „fahrradfahren“ from plemo on Vimeo.

fahrradfahren Dieses Wunderbare Teil ist das erste wirklich Plemo Release. Es war eines der ersten Releases bei dem gerade neu entstanden Label Cobretti. Es handelt sich auch hierbei wieder um eine Handmade CD. Es gab sie in verschiedenen Ausführungen. Die schönste, siehe Foto, war eine Mini CD im selbstgebastelten Pappschuberchen. Sehr niedlich. Niedlich ist überhaupt das Stichwort zur Geburt des Namens Plemo. Niedlich und vor allem simpel. Musik die so klingen soll daß kleine Plastikfiguren (Playmobil) bock bekämen dazu zu tanzen. Und das mit der starken Eingeschränktheit ihrer Bewegungsmöglichkeiten. Beine die nur zusammen nach vorn bewegt werden können. Den Satz erfand ich zum Begriff Pemo. Plemo -> Playmobil -> Die Sache ist klar, denk ich. Da ich um 2000 sehr viel mit Rock Musik und wirklich qualitativ hochwertigen Produktionen zu ackern hatte brauchte ich da einen Ausgleich. Etwas das einfach mal nicht zwingend super sein Musste. Die Vocals durften scheiße klingen und die Musik auch. Einfach nur hinsetzen und Musik machen. Genau so sah ich das für Live. Einfach die Konventionen verdrehen. Gesang über einen Gitarrenverstärker und den Synthie direkt in die PA. Das billigste mikrofon nehmen das man finden kann und dann versuchen das beste draus zu machen. Im Prinzip eigentlich guten Trash herstellen. Die Vocals zu der Songs entstammen immer aus dem Moment heraus in dem sie eingesungen sind. Wieso heißt Nizpipp Nitzpipp? man weiß es nicht. Später zum Video erfanden wir eine Bedeutung dafür. Butterbrot ist klar. Das ist was wichtiges. Was sehr wesentliches im Leben. Und genauso wesentlich fand ich eben auch Die Einfachheit der Musik. Mit Fahrradfahren ist es ähnlich. Ein Fharrad ist in seiner Grundform so herrlich schlicht und Formschön. Perfekt. Und was man damit alles machen kann. Rumfahren. Wind in die Fresse und Landschaften aufs Auge. oder nur schnell mal eben Brot holen. Man merkt schon, es stand hinter Plemo fast mal so etwas wie ein künstlerisches Konzept. Achtung vorsicht Wahnsinn: Die Komplexität der Einfachheit der Dinge in Verbindung mit ausschmückender Makulatur die die Schlichtheit umgarnt. Was sich aus diesem Konzept dann entwickelte wird im Verlauf dieser Serie deutlich werden.
Und weil ich heute schreibfaul bin gibts oben im Video auch noch gesabbel.

LINER NOTES 002 – RY30 „Fernsehtechnik“

RY30 – Fernsehtechnik

RY30 – Fernsetechnik by plemo

Im April 1999 zog ich nach Hamburg um dort mein Hobby Tontechnik zum Beruf zu machen. Ich besuchte dort die SAE und absolvierte dort ein 9 Monate kurzen Fulltime Crashkurs. Das man in 9 Monaten kein fertiger Tontechniker werden kann ist klar. Aber zumindest glaubt man von sich einer zu sein, was einem eine gehörige Portion Selbstbewusstsein verpasst. Während des „Studiums“ hat man nicht wirklich viel Zeit sich um eigene Musik zu kümmern. Aber ich besorgte mir in der Zeit meinen ersten PC mit 400 mHz und 64mb RAM. Eine Wahnsinnskiste. Silber, laut und mit Windows 2000 sowie Logic Gold versehen. Ich konnte jetzt zum ersten Logic4 mal Audio selber aufnehmen und nachbearbeiten. Mit Compressoren, Gates und allem Schnickschnack. Was aber am geilsten war, war ein Tool names Bitcrusher das es unverändert immer noch gibt. Im Jahre 1999 formte sich auch das Portal Micromusic.net. Das gleichermaßen ein Online Label und auch ein frühes, waschechtes „Social Network“ war. Künstler konnten sich ein kleines Profil anlegen und Songs hochladen die dann von einem sagenumwobenen QFS (Quality Filter Systhem) sortiert wurden. Wenn man Glück hatte wurden sie auch veröffentlicht. Zu ähnlicher Zeit sah ich auf der MS Stubnitz einen Auftritt des Hamburgers Mikron64, später Miki Mikron, der im Grunde eine sehr frühe Form von Vocoderpop im C64 Style spielte. Von ihm und von einem Micromusic Künstler names Psilodumputer aka Psilodump war ich unfassbar beeindruckt. Sie klangen so als ob man ein C64 Soundtrack mit einfach teuren Mitteln super produziert hätte. Ein Sound den ich mir immer gewünscht hatte aber nie irgendwo gehört. Nun kommt eben auch der Bitcrusher auf den Plan. Und ich nahm alte 4-Spur Bandaufnahmen von Stücken und packte sie in meinen PC. Dort knallte ich auf fast alles Bitcrusher, Filter, Phaser, Flanger und kurze und lange Räume und mein Sound klang auch ChipTunes artig. Die Beats vertrackt bis chaotisch und anstrengend. Ich dachte aber das muss mindestens ins Mainstream Radio, so geil fand ich das. Ich konnte eh nicht begreifen wieso im Radio nicht 20 minütige Elektronik Welten den regulären 3,40min Pop Knallern vorgezogen wurden. Das eine war Musik. Das andere Scheiße mit 3-4 Ausnahmen die die Regel „Scheiße“ nur bestätigten. Im Grunde ist diese CD, die auch wieder in Eigenbau gefertig war, der genaue Übergang zu Plemo. Denn Plemo sollte ja auch sehr „gechipt“ klingen und vom Beat her eher vertrickst. 2 Jahre vergingen in denen ich bei der Hmaburger Firma TOTEC sehr viel Erfahrung als Techniker sammeln konnte und ab 2001 zog ich mit der Band Tomte als LiveMischer durchs Land. Auf einem frühen Melt! Festival traf ich Anthony Rother dessen brandneue Platte Simulationszeitalter mich auch total vom Hocker gerupft hatte. Ich drückte ihm meine „Ry30″ in die Hand und hoffte auf eine Rückmeldung. kam leider nie.
Von nun aus kann ich sagen das der Umzug nach Hamburg und das starke auseinandersetzen mit Technik meinen Sound stark beeinflusst hat. Außerdem kam in Hamburg ein gewisser zynischer, Absurdität liebender und selbstironischer Humor hinzu. Möglicherweise hängt das mit dem dort 11 Monate langen Herbst zusammen und mit der Tatsache daß in Hamburg ausnahmslos jeder Mensch sehr viel Alkohol zu trinken scheint.

Zur EP gibt es auch zwei aufwändig animierte Videos des Visual Artists LG Gold.
Zu finden hier: MEDIA

Technik:

- FOSTEX 4 Track Compact Cassette Recorder (DOLBY S)
- RY30 (YAMAHA)
- Poly 61 (KORG)
- MS 404 (DOEPFER)
- SY55 (YAHMA)
- Logic Gold (EMAGIC)
- PC 400 mHz 62mb RAM

LINER NOTES 001 – Uhrtick

In dieser neuen Serie werde ich mit etwas starten das ich schon sehr lange vor hatte. Ich will zu jedem Stück das je unter dem Namen Plemo entstanden ist und das man auch noch bekommen kann ein paar Sätze für euch notieren.
Ich versuch das möglichst chronologisch von Anbeginn 1999 bis heute zu machen.

Start!

Die ersten beiden Zusammenstellungen werde ich nur als ganzes beschreiben da sie im Prinzip eine Übergangsphase beschreiben die noch erläutert werden soll.

UHRTICK – Demo

UHRTICK by plemo

Elektronische Musik fasziniert mich schon seit meinem 5. Lebensjahr. Jean Michelle Jarre (Equniox) und Kraftwerk (Radioaktivität) waren die Platten die es im Elternhaus gab. Diese beiden Wahnsinns Meilensteine hört man bis heute noch raus. Ich werde das einfach nicht los.
Zwischen 1992 und 1998 experimentierte ich sehr viel mit verschiedenem Equipment herum. Geld war nicht viel vorhanden und daher ist die Produktion auch recht karg. Im Jahr 1996 zog ich nach Kassel und hatte dort meine erste richtig eigene Wohnung unterm Dach, wo auch sonst. Ich hatte dort sogar ein winziges Zimmer in dem ich meine Synthesizer, meinen kleinen Mixer und einen ganz frisch gebraucht erworbenen Atari 1040 STE (E !!!!!!) mit sagenhaften 4 mb Ram (mehr…)