Archiv der Kategorie 'EXZESS EXPRESS LINERNOTES'

flashlight

nummer sex
flashlight

flashlight ist ebenfalls ein song den ich mit hitkicker heinemann zusammen gemacht hab. das allerdings schon im spätsommer 2005. nach veröffentlichung der LP „kennzeichen P“ auf einem beat den ich zuvor schonma gebastelt haben, experimentierten wir rum wie behämmert. das war ein regelrechter hardtrance knaller mit italo einflüssen gewesen. wir tranken jede menge bier, das heißt, ich trank jede menge bier. heinemann war auf so einer diät. er soff so an die 6 liter frucht- und gemüsesäfte am tag. das machte ihn meiner meinung nach etwas wirr im geschirr. das holte ich mit bier auf. nach einiger zeit veränderte sich der hardtrance/italo zu einer art drum‘n'bass/italo beat. ich hatte immer auch diese „vamos a la playa“ im ohr. beat, arrangemant, vocalmelodie alles super nun. aber was zu hänker tut man singen da. genau wie auch schon beim „maden“ song gingen wir in die eisdiele um dort fesche eisideen zu verkosten. da findet sich schon ein text. einer meiner, wie ich finde, größten texteinfälle aller zeiten war diese verliebungsreihe, kringel, spirale:
baby liebt den DJ
DJ liebt die lady
lady liebt den türmann
aber türmann liebt den DJ
das ist der refrain. das arme baby.
das strophen element ist ja:
disco baby formschön
b oys break the beatstyle.
neben „discobaby“ gab es auch noch den „acidlover“ und noch andere figuren die es aber nie in den song schafften. auf der platte gint es eine neue version. es ist eine art update. so wie der schritt von einem golf zum nächsten. der gleiche song in neuer hülle.
die alte version wird im april nochmals als online single mit vielen tollen remixen veröffentlicht.
b boys break de beat style.

i sexi

nummer fünf
i sexi

welcome mr. knarf rellöm. hier ist er.
angefangen hat die nummer mit einem refrain den ich sehr popowackeldance fand. ein hochsexueller groove. die strophe brachte „hitkicker heinemann“ ein. das stück ist auf gewisse weise zweigeteilt. der reffrain und die strophe stehen scheinbar nebeneinander und geben sich die hand. das soll auch so sein. das gewählte thema und knarfs text sind ja auch zweischnedig. das sollte sich unterstützen. beim hören freue ich mich nach ablauf der strophe immer auf den raffrain weil der im gegensatz zur strophe weniger kantig ist. ein ganz anderer groove eben. vielleicht unterstreicht das eine ungewisse zerissenheit des weltbeliebten themas sexualität. knarf sagte mir, wenn fargen zu text auftreten soll ich auf ihn verweisen. das tue ich jetzt schon an dieser stelle. und behalte meine interpretation des textes für mich.

free‘n'easy

nummer vier
free‘n'easy

die vieleicht rockigste nummer auf dem album stammt rythmisch aus 2 federn. wie 2005 schon auf der „kennzeichen P“ platte habe ich auch bei dieser wieder mit meinem alten freund „christoph heinemann“ zusammen gearbeitet. sein synonym ist „hitkicker heinemann“. der junge mann lebt in köln und hat sehr gute beats und melodien in seinem kopf. mit dem mann mache ich schon seit ungefähr 15 jahren musik. in unserer hippieband „ingwer“ fing das an. irgendwie ein bischen hippie ist der song auch geworden. naja, der song heißt „free‘n'easy“. eigentlich geht es da aber um etwas ganz anderes. vom flow her habe ich beim musizieren irgendwie wieder den 70er jahre „discofunk“ im kopf gehabt. aber auch „jan hammer“. der ist ja durch seinen „miamy vice“ soundtrack berühmt geworden. dem tollen gitaristen „sebastian nagel (karamel/mucambo)“ habe ich gesagt, seine gitarren einlagen sollen so klingen als spiele „eric clapton“ songs von „jan hammer“ in einer 70s disco. seine gitarre antwortet immer auf eine synthiemelodie die dadurch erst richtig saft bekommt. der reffrain ist eher so ein 1234 rock geworden. der macht uns live riesigen spass.

wir raven

nummer drei:
wir raven

plemo – wirraven
[audio:Plemo_WirRaven.mp3]

was soll ich zu diesem stück sagen? das titelthema des songs ist wohl vielen leuten bekannt. es ist die kennungsmelodie einer bekannten fernsehshow der 80er jahre. trotzdem ist der song eigentlich ein lobgesang auf meine helden der 90er. als ich kaum noch luft holen konnte vor lauter tanzen und nicht schlafen, gab es zum glück immer noch kleine pausen zwischendrinn. die rave exkursionen zwischen den pausen rasen in gehetztem tempo. dazwischen entfällt immer wieder der beat und zauberhafte melodien breiten sich aus. es tut mir ja leid aber so fühl ich das. beim spielen der melodien musste ich dabei allerdings mehr an mike oldfield als an marusha oder westbam denken. das stück ist im hochsommer 2006 entstanden und stand ziemlich lange ohne vocals da. ich habe es des öfteren live gespielt, und in diesen sessions kam dann so nach und nach die hookline „wir raven all night long“ zustande. ich überlegte ziemlich lang was ich mit dem stück noch anstellen könnte. ich wollte meinen gesang um ein timbre ergänzen. ich wollte eine stimme haben die sonst eher für rock bekannt ist. vielleicht inspiriert von den chemical brothers, die ja des öfteren mit liam g. zusammen arbeiten, dachte ich an den alten freund thees uhlmann von tomte. der fand das geil und hatte zeit. schnell zu johann ins studio und zack hatte ich das. seitdem freue ich mich jedesmal über seine parts.
das ganze schnelle tun anfang der 90er hatte natürlich auch mit drogen zu tun. das sollt in dem stück auch unbedingt auspruch finden. wen sollte ich da anderen fargen als torsun. wenn der „gimme a white line ich möchte breit sein“ singt glaubt man ihm das. bei mir klänge das heuchlerisch. also war er auch mit im bot. mit sicherheit das ravigste stück auf de platte.

atomic dreamboat

und der zweite:
atomic dreamboat

inspiriert durch meine livesessions mit knarf rellöm in der meany bar am spielbudenplatz und durch meinen alten bezug zu hiphop hatte ich anfang 2006 nur downtempo im blut. ich hab jede menge beats gemacht die zwischen 89 und 110 bpm liegen. dieser war einer der schönsten. wie mancher vielleicht merkt hab ich mich von dem „gerorge clinton (parliament)“ song „atomic dog“ inspirieren lassen. deswegen aus respect auch das sample „DOOOG“. als letztes jahr die „raumschifkommandant“ rmx compliation erscheinen sollte brauchte ich einen remix. da ich gerade an diesem beat saß, schnappte ich mir den schnell und versuchte den text von „colour haze“ (original song „raumschiffkommenadant“) drüber zu singen. das flutschte so gut das da irgendwie auch noch die 2 anderen strophen aus meinem trockenen gehirn purzelten. die in der nacht fertig gestellten version des songs kam dann auf den sampler.
später in diesem jahr dann entschied ich den song mit aufs album zu nehem. als schmankerl und als verneigung zum modernen spulfunk (eigenlich wollte ich soulfunk schreiben aber so is auch gut) fragte ich DJ suro ob er nicht ein paar geile cuts auf den song scratchen wolle. er fand die idee sofort toll und ich war sehr beglückt. (DJ suro ist unter anderem live DJ von dendemann und cuts erzeuger von denyo) der snippet da oben fängt mitten in seinem part an. ich freu mich.

schiffe fliegen

hier nun der erste
schiffe fliegen:

an einem heiteren frühsommertag im jahre 2006 begab es sich, daß ich in einem schienenwagen hamburgs beliebtester Ubahn linie U3 saß. diese linie fährt nicht „U“ unter tage sonden einen großen teil ihrer strecke „Ü“ über tage. ihre hochgelegen route führt auch am hafen längs. als ich mir die olle rickmer rickmers ansehe sagt ein kleines kind im sitz hinter mir zu seiner mutter: „mama, schiffe fliegen.“ etwas gemurmel später fargt es seine mutter was flugzeuge den täten. die mutter überlegt kurz und antwortet ihrer logik folgend: „na, flugzeuge die tanzen dann, oder?“ ich glaube sie meinte fliegen müsse eine steigerung von schwimmen sein. in weiterer folge empfand sie dann als steigerung für fliegn das tanzen. sehr schön und hippy überlegt, aber das kind antwortet ihr hämisch: „neeee, flugzeuge die schwimmen“. das fand ich schön und durch das fahren mit der U3 in richtug hafen hatte ich ein gefühl von ankunft. das hab ich da immer. da es zu vielen ankünften auch begrüßungen gibt wurde der song dann so etwas wie meine begrüßnugsfanfare. die schöne kinderlogik und ankunft/begrüßng/start sind die 2 wenigen bestandteile des songs. schon bevor andere stücke entstanden waren war mir klar das dieser song das titelstück werden sollte.