Beiträge von plemo

SUPERHELDEN

Das erstaunlich lange Warten hat ein Ende.

Wie ich hier schon oft erwähnt habe ist es mit durch meine Gehörverletzung im Jahre 2009 schwerer geworden kontinuierlich an Songs zu arbeiten.
Zu selten sind die Momente geworden in denen mit das Hören bei gewissen Frequenzen keine Schmerzen bereitet.

Umso mehr freue ich mich nach langem Warten endlich mein Lieblingsstück, für das ich den famosen Streuner der Frittenbude als Vokalisten gewinnen konnte, präsentieren zu können.

Plemo feat. Streuner – Superhelden
(Arbeitstitel: Natalie Portman)

Und natürlich, wie zu jedem anderen meiner Stücke auch gibt es eine kleine Geschichte.

Sommer 2010: Im Herzen der Krise zieht Streuner nach Berlin und hat Zeit. Auch Plemo ist gerade erst vor einem halben Jahr in Berlin gelandet. Beide verbringen viele Tage dieses heißen Sommers zusammen im hässlichen Lehnbach Park am Ostkreuz. Neben fanatisch saufenden Fussball WM Fans, die sich wegen einer Vuvuzela eine total übertriebene„MIND. 30 Man Massenschlägerei“ liefern, chillen, sinnieren, streiten und trinken sie in einer „Sommerpark-Welt“ die wohl so nie wieder stattfinden kann. Irgendwo zwischen angekommen sein und nicht wissen wo man hingehört.

Diesen einzigartigen Sommer im Leben der Beiden besingen sie im Opener „Superhelden“, pünktlich zum ausklingenden Sommer 2013. Es ist die Beschreibung dieser kleinen, therapeutischen Momentaufnahme im Leben der Zwei. 

Ein typischer Berliner-Traum wie er frisch Angekommenen nur so passiert.

Inzwischen scheinen Beide irgendwie fast sicher angekommen zu sein. Der Eine ist in Berlin geblieben, der andere lebt abermals auf dem Land und will nun auch dort bleiben.

Danke Streuner für dieses schöne Stück Musik zwischen uns beiden.

Wer ist Christoph ?

Der ein oder andere Interessierte hat es ja evtl. schon im Subnetz der ausgelebten Urinstinkte „Facebook“ mitbekommen.
Die Arbeiten an dem nie erscheinenden Plemo Album sind wieder aufgenommen. Es geht diesmal sogar zügiger vor als in den vergangenen 4 Jahren. Das leigt vor allem auch an dem besten Zunder das es gibt. Dieser Zunder heißt Christoph aka Hitkicker Heinmann aka Rauschmonzter. Dieser alte Höllenhund oder besser Fuchur der Glücksdrache ist ein Freund derer Jahre in denen wir so mit dem Musik machen angefangen haben. Seine Band hieß damals 1988 (?) No Escape und jene in der ich spielte nannten wir Dörtschfohl. Man hat halt in der Arnsberger Provinz um Konzerte erleben zu können einfach selber Bands gründen müssen, und wir wir waren die beiden Bands zu denen sich natürlich auch weitere dazu gesellten. Aber der ungehobelte Kern der „JBZ Arnsberg Szene“ bestand für kurze Zeit aus diese beiden Bands. Wir haben uns glaub ich gegenseitig auch Verzerrer geklaut die wir uns dann später gegenseitig wieder verkauften, oder so.

Mit Christoph war ich musikalisch schon immer einer Meinung. Wir fanden immer das gleiche gut. Einzige Ausnahme evtl. Iron Maiden. Aber bei Mike Oldfield trafen wir uns zum kiffen und ernsthaft wegfliegen. Ich weiß nicht was die uns als Grünen verkauft haben aber mit dem Dope konnte man wirklich fliegen, zumindest waren diverse Verkehrsschilder gern auch Monzter oder Schwerverbrecher. Andererseits gab es aber auch Wolken die einem garantierten daß die Welt in ihrem Kern doch einfach flauschig ist. Wahrscheinlich lag es einfach an der frühjugendlichen Phantasie.

Einerseits Toxoplasma hörende Bier-jung-punks und andererseits hart floatende super-Stoner machten wir schon zu der Zeit Musik zusammen die man wirklich niemandem antun konnte. Aber wenn wir und das heute von Tape anhören finden wir es super. Gerade letzte Woche so geschehen. Entspannungsmusik für Fortgeschrittene könnte man das nennen. Alle paar Jahre finden wir und seit ca. 1999 wieder und machen Musik zusammen. Jetzt haben wie beschlossen die neue Plemo Platte komplett zusammen zu machen. Vielleicht heißt die dann auch nicht Plemo sondern Rauschmonzter. Da überlegen wir gerade was uns da besser gefällt. Das eine wäre evtl zu Plemo. Das andere vielleicht zu sehr Rausch. Denn mit Rausch haben wir abgesehen von Benzin und Brennspiritus eigentlich nichts Hut, ob man es glaubt oder nicht. Christoph hat ein tolle kleine Familie und ich hatte um erlich zu sein schon ziemlich früh genug bzw auch zu viel. Daher ist Musik der beste Schlitten zum abgehen für uns beide geworden.
Also lass Rodeln ;)

Hier mal eine kleine Zusammenstellung von Stücken die wir zusammen gerodelt haben.
Free‘n'Easy von der Exzess Express ist hier nicht dabei.

Christophs schönen DJ Mixe kann man hier anhören:
RAUSCHMONZTER

Und hier ist seine Facebook Seite:
Facebook Seite

Durchbrechen

STUDIOTAG 9782537

Immer wieder werde ich aus den unterschiedlichsten Gründen aus den Arbeiten zur Platte herausgerissen.
Es geht aber immer weiter. Auch wenn es schleppend voran geht, es geht einen schönen Weg.
Heinemann ist jetzt wieder fest mit Bot. Kennt ihr den noch?
Das ist der Mann mit dem ich z.B. Flashlight, Fight For Popcorn und viele andere Stücke zusammen gemacht habe.

Ein neues Stückchen an dem wir zusammen basteln geht so:

Wir leiben es wirklich sehr. Auch jetzt schon ohne Text.

Ausserdem habe ich beim durchstöbern der alten Festplatten zufällig ein lang verloren geglaubtes Lieblingsstück wieder gefunden. Freund Rampue hatte mich immer genötigt das Stück fertig zu machen. man konnte es damals nur bei Myspace hören. Nun ist es wieder da und es geht gut. Ein Träum.

Weiter geht es.

ich hab dich Lieb,
Henning

Es hakt halt

Naja. Das mt dem täglichen schreiben über die Album-produktion läuft nicht. Allein schon desshalb weil ich grad einfach nicht so richtig weiter komme. Aber man will auch nichts erzwingen. neu ist das mir Der geschtze alte Kollege Hitkicker Heinemann sicher wieder zu Hand gehen wird.

Tag 24 (12.07.12) immer jeden Tag Pommes

Im Moment stecke ich fest. Ich muss die ganzen Stücke vor-arangieren und premixen um sie dann an jeder Stelle ständig und in Dauerschleife zu hören. Ich will auf die Lieder draußen im Feld flashen, und auch bei MC Donalds und an der Tankstelle. Da muss mehr Input reindrücken. Die lustigen Kids mit den „Bieber Köpfen“ wollen auch verarbeitet werden. Muss die Zapfsäule von Aral noch aufnehmen. Die hat ’nen genial spuhlenden Sound. Pommes im Bauch sind das beste Mittel zum müde Werden. Gute nacht. Sehen uns im Ientrknechtnetz

Polit Techno

Es muss so ca 1992 gewesen sein als wir morgens um 4 bei ’ner Techno Party im Sauerland in meinem mit einer riesigen Sonne bemalten, grünen Golf saßen um dort lauwarme Getränke und Rauch zu konsumieren. Wir hörten Haardfloor oder irgendeien Bonzai Compilation von Tape . Total drüber brüllte ich Hardcorde/Emo-Punk Vokals zu den Acid Beats. Es platze der Begriff „Polit-Techno“ in den Fahrzeuginnenraum. Der Begriff war geil weil er so unendlich absurd und grotesk wirkte. Musik die zum wegtreten aus der Welt bestimmt ist mit genu dem Gegenteil zu behaften. Ich hätte nie gedacht mich 10 Jahre später genau in der kruden Wirklichkeit dieser neuen selbstgebauten „realtitätsbezwingenden“ Musikszene wieder zu finden. Während wir Hamburger sehr gezielt versuchten Sinnfrei zu bleiben weil wir uns am Absurden erfreuten, trafen mit Egotronic und Räuberhöhle 2 Bands auf uns die auch sehr lustig drauf waren, aber durchaus ernstes politisches Anliegen hatten. So hat sich ein Beat der eigentlich von der Realität weg hin zu Trance-artiger Befreiung führen sollte ganz heimlich als Grundsubstanz für etwas gänzliches Gegensinniges eingeschlichen. Natürlich haben wir das nicht erfunden. Schon viel früher haben Leute um den Goldenen Pudel Club ähnliches getan. Diverse Projekte von Schorsch Kamerun oder natürlich Knarf Rellöm macten genau das schon Jahre vorher. Was anders war. Wir hatten ein Netzwerk und benutzen das süchtig. Das Internet war von Anfang an ab ca. 1996 eine unglaublich effektive Plattform um sich zu finden und sich auszutauschen. Da wir auch keinen großen Wert auf besondere Qualität legten konnte man problemlos Dateien tauschen und damit arbeiten. Vorher war das nicht möglich. Wr hat schon wirklich jemanden die versprochenen Kassetten aufgenommen und seinem MusikKumpel 3 Städte weiter geschickt? Keiner! Auf einmal machten so viele Leute zusammen Musik und fanden sich. Es gab auch überall Fremde dieser Musik. Man fand sich übers Internet. Es gab auch in Holland und der Schweiz viele Freaks und so war es auch möglich ohne sehr großen Aufwand kleine Touren zu organisieren. Man kam gut rum und der Kram verbreitete sich deswegen auch live. Neben dem Hang zu Techno/Elektro und Punk gab es eine sehr große Affinität zu den Sounds alter Arcade Games, dem C64 oder dem Nintendo Gameyboy. Teile mit denn man mit geringstem Geldaufwand Musik machen konnte und keinen Proberaum brauchte. Auch hierfür gab es ein Netzwerk. MICROMUSIC. Dazu demnächst mehr.